Feldatal

Kirche Köddingen

Kirche Köddingen

Anlässlich einer Visitation im Jahr 1628, also im 30jährigen Krieg, wird die Köddinger Kirche als „böß" bezeichnet; nach dem Krieg wurde sie wiederhergestellt. In der Pfarrchronik wird über den Zustand der Kirche in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts berichtet:
„Alte Personen erinnern sich noch an das alte, sehr baufällige Gebäude, in dessen Mitte eine aus einem einzigen Stamme bestehende, die ganze Höhe des inneren Raumes durchsteigende Säule von großer Dicke gestanden habe. Dies erinnert noch an jene, nun entschwundene Zeit, wo colossale Bäume in hiesiger Gegend keine Seltenheit waren, und wo solche wegen der Schwierigkeit des Transports oft keinen Käufer fanden." Im Jahr 1807 wurde die alte Kirche abgebrochen und mit der Errichtung eines Neubaus nach Plänen von Friedrich Sonnemann begonnen. Drei Jahre später, also 1810, wurde der klassizistische Bau vollendet. Am 6. Mai dieses Jahres fand die Kirchweih statt. Diese Kirche ist noch heute das Gotteshaus der Gemeinde.

Bei der Erbauung der Kirche hatte man sich „erlaubt", „nicht nach dem Riß zu bauen", was zur Folge hatte, dass sich bei dem vollendeten Bau „viel Verunstaltungen und Schäden" zeigten. Insbesondere war der Glockenstuhl aus Linden- und Buchenholz, der auf der alten Kirche gestanden hatte, so unglücklich auf die neue Kirche gesetzt worden, dass er nicht Bestand haben konnte. Bereits im Jahr 1827 musste man ihn herunternehmen und durch einen neuen Glockenstuhl ersetzen zu lassen.
Innenanordnung und Details ähneln denen von Ober-Ohmen, doch steht die Orgel hier über dem Eingang. - Gefällig geschwungene Kanzel.