Aufstellung eines sachlichen Teilflächennutzungsplanes „Gebiet für Anlagen zur Windenergienutzung“, Bereich „Eckmannshain“, Gemarkung Stumpertenrod

Auf­stel­lung eines sach­li­chen Teil­flä­chen­nut­zungs­pla­nes (sach­li­che Teil­fort­schrei­bung des Flä­chen­nut­zungs­pla­nes zur Wind­ener­gie­steue­rung) nach § 249 Bau­GB i.V.m. § 5 Abs. 2b Bau­GB für das Sons­ti­ge Son­der­ge­biet nach § 11 BauN­VO mit der Zweck­be­stim­mung „Gebiet für Anla­gen zur Wind­ener­gie­nut­zung“, Bereich „Eck­manns­hain“, Gemar­kung Stumpertenrod

Plan­fas­sung Ent­wurf TFNPWEA Eckmannshain

Anla­gen Planentwurf

Schall

Schat­ten

AF

Natu­ra 2000

LBP

Rodungs­an­trag

Denk­mal­schutz

UVP Bericht

Anla­gen Offenlage

TA Lärm

Umwelt­re­le­van­te Stellungnahmen


Hier:   Bekannt­ma­chung der Betei­li­gung der Öffent­lich­keit nach § 3 Abs. 2 Bau­GB (Offen­la­ge)

  • Die Gemein­de­ver­tre­tung der Gemein­de Felda­tal hat in ihren Sit­zun­gen am 31.05.2012 und 24.10.2019 den Auf­stel­lungs­be­schluss zur Fort­schrei­bung des sach­li­chen Teil­flä­chen­nut­zungs­pla­nes Wind­ener­gie für den Bereich „Eck­manns­hain“, Gemar­kung Stum­per­ten­rod gemäß § 2 Abs. 1 Bau­GB gefasst. Der Auf­stel­lungs­be­schluss wur­de am 14.11.2019 im Mit­tei­lungs­blatt Nr. 46/2019 öffent­lich bekannt gemacht.       
    Die früh­zei­ti­ge Betei­li­gung der Behör­den und sons­ti­ger Trä­ger öffent­li­cher Belan­ge nach § 4 Abs. 1 Bau­GB erfolg­te in der Zeit vom 16.12.2019 bis ein­schließ­lich 31.01.2020. Par­al­lel dazu erfolg­te die früh­zei­ti­ge Betei­li­gung der Öffent­lich­keit nach § 3 Abs. 1 Bau­GB in der Zeit vom 16.12.2019 bis ein­schließ­lich 31.01.2020. Die Bekannt­ma­chung der früh­zei­ti­gen Betei­li­gung der Öffent­lich­keit erfolg­te am 12.12.2019 im Mit­tei­lungs­blatt Nr. 50/2019.      

    Im Zuge des Ver­fah­rens der zur Fort­schrei­bung des sach­li­chen Teil­flä­chen­nut­zungs­pla­nes Wind­ener­gie für den Bereich „Eck­manns­hain“, Gemar­kung Stum­per­ten­rod, haben sich die Aus­schüs­se und der Gemein­de­vor­stand mit den ein­ge­gan­ge­nen Stel­lung­nah­men (Anre­gun­gen, Beden­ken, Hin­wei­se) aus­ein­an­der­ge­setzt und die vor­ge­tra­ge­nen Belan­ge abge­wo­gen.       
    Die Gemein­de­ver­tre­tung der Gemein­de Felda­tal hat in ihrer Sit­zung am 26.11.2020 den Ent­wurf des sach­li­chen Teil­flä­chen­nut­zungs­pla­nes Wind­ener­gie für den Bereich „Eck­manns­hain“ (Pla­nungs­stand: 20.08.2020) gebil­ligt und zur Offen­la­ge nach § 3 Abs. 2 Bau­GB beschlossen.
  • Pla­nungs­ziel ist die Dar­stel­lung eines Sons­ti­gen Son­der­ge­bie­tes nach § 11 BauN­VO mit der Zweck­be­stim­mung „Gebiet für Anla­gen zur Wind­ener­gie­nut­zung“. Damit erfolgt nach den Vor­ga­ben des § 1 Abs. 4 Bau­GB die räum­li­che Anpas­sung der kom­mu­na­len Flä­chen­nut­zungs­pla­nung an die Zie­le der Raum­ord­nung (Teil­re­gio­nal­plans Ener­gie Mit­tel­hes­sen (TRPEM) 2016).         
    Das Auf­stel­lungs­ver­fah­ren zur Fort­schrei­bung des sach­li­chen Teil­flä­chen­nut­zungs­pla­nes Wind­ener­gie für den Bereich „Eck­manns­hain“, Gemar­kung Stum­per­ten­rod, erfolgt im zwei­stu­fi­gen Regel­ver­fah­ren. Eine Umwelt­prü­fung gemäß § 2 Abs. 4 Bau­GB wird durch­ge­führt. Die MSH Bür­ger-Wind­park-Felda­tal GmbH & Co. KG beab­sich­tigt in der Gemein­de Felda­tal, Gemar­kung Stum­per­ten­rod, einen Wind­park mit drei Wind­ener­gie­an­la­gen (WEA) zu errich­ten. Die Pro­jekt­ent­wick­lung wird von der iTer­ra ener­gy GmbH aus Gie­ßen durch­ge­führt. Mit Zustim­mung des Vor­ha­ben­trä­gers sowie der iTer­ra ener­gy GmbH wur­den u.a. die bereits vor­han­de­nen Fachgutachten/Planungsunterlagen des Pro­jek­tie­rungs­ver­fah­rens (Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren für Wind­ener­gie­an­la­gen nach Bun­des-Immis­si­ons­schutz­ge­setz) im Auf­stel­lungs-/Fort­schrei­bungs­ver­fah­ren des sach­li­chen Teil­flä­chen­nut­zungs­plan­ver­fah­rens „Eck­manns­hain“ ver­wen­det.  
    Auf­grund der beson­de­ren Situa­ti­on der viel­fa­chen flä­chen­be­zo­ge­nen Restrik­tio­nen natur­schutz­fach­li­cher Art im Bereich „Eck­manns­hain“ wer­den im Rah­men der Beur­tei­lung Voll­zugs­fä­hig­keit bereits, wenn fach­lich not­wen­dig, auf WEA stand­ort­be­zo­ge­ne Aus­sa­gen bzw. Bewer­tun­gen zurück­ge­grif­fen. Dies dient bereits auf Ebe­ne der Flä­chen­nut­zungs­pla­nung dazu, dass kon­kret dar­ge­legt wird, ob und wie sich die Wind­ener­gie gegen­über kon­kur­rie­ren­den Nut­zun­gen durch­set­zen kann.
  • Die Ent­wurfs­un­ter­la­gen des sach­li­chen Teil­flä­chen­nut­zungs­pla­nes Wind­ener­gie für den Bereich „Eck­manns­hain“ (Bear­bei­tungs­stand: 20.08.2020) bestehen aus: Plan­zeich­nung nebst Begrün­dung und Umwelt­be­richt (im Sin­ne der Anla­ge 1 Bau­GB und des § 1 Abs. 6 Nr. 7 Bau­GB) sowie Anla­gen zum Immis­si­ons­schutz (Schall‑, Schat­ten­im­mis­si­ons­pro­gno­sen), zum Arten- und Natur­schutz (Arten­schutz­recht­li­cher Fach­bei­trag, Land­schafts­pfle­ge­ri­scher Begleit­plan), zum Umwelt­schutz (Natu­ra 2000-Ver­träg­lich­keits­prü­fung, UVP-Bericht) und zur Denk­mal­pfle­ge (Archäo­lo­gi­sches Gut­ach­ten zur Doku­men­ta­ti­on von Boden- und Gelän­de­denk­mä­lern) sowie die vor­lie­gen­den umwelt­re­le­van­ten Stel­lung­nah­men und Infor­ma­tio­nen lie­gen in der Zeit von:      

    Diens­tag, 23.02.2021 bis ein­schließ­lich Mitt­woch, 09.04.2021 

    zu den nach­fol­gend auf­ge­führ­ten Dienst­stun­den sowie nach Ver­ein­ba­rung in der Gemein­de­ver­wal­tung der Gemein­de Felda­tal, Schul­stra­ße 2, 36325 Felda­tal, Zim­mer EG 1 zu jeder­manns Ein­sicht­nah­me bereit liegt, sofern nicht auf die genann­ten Tage ein gesetz­li­cher oder orts­üb­li­cher Fei­er­tag fällt:          

    Mon­tag bis Mitt­woch             von 07:30 Uhr bis 16:00 Uhr,
    Don­ners­tag                            von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr und     
    Frei­tag                                    von 07:30 Uhr bis 13:00 Uhr.           

    Zusätz­lich kön­nen unter dem Link https://www.feldatal.de/bauen-wohnen/bauleitplanung/, die zuvor genann­ten Plan­un­ter­la­gen auf der Web­sei­te der Gemein­de Felda­tal­ein­ge­se­hen und her­un­ter­ge­la­den wer­den.     
    Wei­ter­hin wird der Inhalt der orts­üb­li­chen Bekannt­ma­chung und die aus­zu­le­gen­den Plan­un­ter­la­gen in das zen­tra­le Inter­net­por­tal des Lan­des Hes­sen unter https://bauleitplanung.hessen.de ein­ge­stellt.       

    Wäh­rend­des­sen hat jeder­mann die Mög­lich­keit zur Ein­sicht­nah­me und zur Infor­ma­ti­on über die all­ge­mei­nen Zie­le, Zwe­cke und vor­aus­sicht­li­chen Aus­wir­kun­gen der Pla­nung, sowie die Gele­gen­heit zur Erör­te­rung und Äuße­rung von Anre­gun­gen und Hin­wei­sen. Es besteht die Mög­lich­keit, alle mit dem sach­li­chen Teil­flä­chen­nut­zungs­plan Wind­ener­gie zusam­men­hän­gen­den Fra­gen zu erör­tern.    

    Wäh­rend der Aus­le­gungs­frist kön­nen Stel­lung­nah­men zu der Pla­nung schrift­lich gegen­über der Gemein­de­ver­wal­tung Felda­tal, Schul­stra­ße 2, 36325 Felda­tal oder elek­tro­nisch per E‑Mail an info@feldatal.de  oder zur Nie­der­schrift inner­halb der Gemein­de­ver­wal­tung (auch tele­fo­nisch) abge­ge­ben wer­den.  
    Die Stel­lung­nah­men kön­nen auch per E‑Mail (frank.geisler@planungsbuero-geisler.de) beim Pla­nungs­bü­ro Geis­ler abge­ge­ben werden. 

  • Auf­grund der aktu­el­len Ent­wick­lung der Coro­na-Pan­de­mie und der damit ver­bun­de­nen Ein­schrän­kun­gen für die Öffent­lich­keit, weist die Gemein­de Felda­tal auf die ent­spre­chen­den erwei­ter­ten Aus­le­gungs­zei­ten der Ver­wal­tung und auf geän­der­te und ergänz­te Ein­sicht­mög­lich­kei­ten der Plan­un­ter­la­gen hin. Im öffent­li­chen Inter­es­se wird auf die Not­wen­dig­keit der vor­he­ri­gen tele­fo­ni­schen Ver­ein­ba­run­gen zur Ter­mi­nie­rung der Ein­sicht­nah­me in die Plan­un­ter­la­gen hingewiesen. 

  • Gemäß § 4a Abs. 6 i.V.m. §§ 3 Abs. 2 und 4 Abs. 2 Bau­GB wird eben­so vor­sorg­lich dar­auf hin­ge­wie­sen, dass nicht frist­ge­recht abge­ge­be­ne Stel­lung­nah­men bei der Beschluss­fas­sung über den Bebau­ungs­plan bzw. den sach­li­chen Teil­flä­chen­nut­zungs­plan Wind­ener­gie für den Bereich „Eck­manns­hain“ unbe­rück­sich­tigt blei­ben kön­nen, sofern die Gemein­de deren Inhalt nicht kann­te und nicht hät­te ken­nen müs­sen und deren Inhalt für die Recht­mä­ßig­keit des Bau­leit­plans nicht von Bedeu­tung ist. 

  • Gemäß § 4b Bau­GB hat die Gemein­de Felda­tal das Pla­nungs­bü­ro Geis­ler aus 35091 Cöl­be mit der Durch­füh­rung des Ver­fah­rens beauftragt.

Fol­gen­de Arten umwelt­be­zo­ge­ner Infor­ma­tio­nen sind verfügbar:

  1. a) Umwelt­be­richt gemäß § 2a Bau­GB. Die Betrach­tung der umwelt­re­le­van­ten Schutz­gü­ter umfasst dabei: 
  • Boden und Was­ser: Cha­rak­te­ri­sie­rung von Boden­ty­pen und Boden­ei­gen­schaf­ten, Boden­funk­ti­ons­be­wer­tung, Fest­stel­lung, dass amt­lich fest­ge­stell­te Über­schwem­mungs­ge­bie­te, Trink­was­ser­schutz­ge­bie­te, ober­ir­di­sche Gewäs­ser und Quell­be­rei­che nicht berührt wer­den, Bewer­tung der Pla­nung im Hin­blick auf den Ein­griff in den Boden- und Wasserhaushalt
  • Kli­ma und Luft: Beschrei­bung und Bewer­tung des Plan­ge­bie­tes für die Kalt- und Frisch­luft­bil­dung und Lokal- bzw. Kleinklima
  • Bio­top- und Nut­zungs­ty­pen: Bestands­be­schrei­bung der Bio­top- und Nut­zungs­ty­pen, natur­schutz­recht­li­che Bestands- und Eingriffsbewertung
  • Arten­schutz­recht­li­che Belan­ge: Beschrei­bung der gesetz­li­chen Bestim­mun­gen zum Arten­schutz und Beur­tei­lung der poten­zi­el­len Betrof­fen­heit arten­schutz­recht­li­cher Belan­ge (Tier­grup­pen: Vögel, Fle­der­mäu­se, Feld­hams­ter) nach Maß­ga­be des arten­schutz­recht­li­chen Fach­bei­tra­ges, For­mu­lie­rung von Ver­mei­dungs- und Kom­pen­sa­ti­ons­maß­nah­men zur Ver­hin­de­rung des Ein­tre­tens von Tat­be­stän­den nach § 44 BNatSchG
  • Bio­lo­gi­sche Viel­falt: Bestim­mung der Begriff­lich­keit und Bewer­tung der Bedeu­tung des Plan­ge­bie­tes für die bio­lo­gi­sche Vielfalt
  • Land­schafts­bild: Beschrei­bung des Unter­su­chungs­ge­bie­tes und Bewer­tung der Aus­wir­kun­gen der Pla­nung auf das Land­schafts­bild, Hin­weis auf das nächst­ge­le­ge­ne Landschaftsschutzgebiet
  • Gebie­te gemein­schaft­li­cher Bedeu­tung, Euro­päi­sche Vogel­schutz­ge­bie­te und sons­ti­ge Schutz­ge­bie­te: Benen­nung der nächst­ge­le­ge­nen Gebie­te gemein­schaft­li­cher Bedeu­tung (FFH-Gebie­te, Natur­schutz­ge­bie­te und Vogel­schutz­ge­bie­te), Bewer­tung mög­li­cher Auswirkungen
  • Gesetz­lich geschütz­te Bio­to­pe: Beschrei­bung der nächst­ge­le­ge­nen gesetz­lich geschütz­ten Bio­to­pe und Beur­tei­lung der Auswirkungen
  • Mensch, Gesund­heit und Bevöl­ke­rung: Beschrei­bung und Bewer­tung der Aus­wir­kun­gen der Pla­nung auf Sied­lungs­be­rei­che und der Naherholungsfunktion
  • Kul­tur- und sons­ti­ge Sach­gü­ter: Aus­füh­run­gen zu bereits durch­ge­führ­ten archäo­lo­gi­schen Unter­su­chun­gen, Hin­weis dar­auf, dass wäh­rend der Erd­ar­bei­ten auf mög­li­che Boden­denk­mä­ler zu ach­ten ist
  • Gebie­te zur Erhal­tung der best­mög­li­chen Luft­qua­li­tät: Fest­stel­lung feh­len­der Beein­träch­ti­gun­gen der bestehen­den und zu erhal­ten­den best­mög­li­chen Luft­qua­li­tät im Zuge der Planung.

Hin­zu kom­men im Umwelt­be­richt Anga­ben zu Maß­nah­men zur Ver­mei­dung, Ver­rin­ge­rung und zum Aus­gleich der nach­tei­li­gen Aus­wir­kun­gen der Pla­nung, die Wech­sel­wir­kun­gen zwi­schen den ein­zel­nen Belan­gen des Umwelt­schut­zes, etwai­ge Kumu­la­ti­ons­wir­kun­gen mit ande­ren Bestands­si­tua­tio­nen und geplan­ten Vor­ha­ben, die Anfäl­lig­keit des geplan­ten Vor­ha­bens für schwe­re Unfäl­le und Kata­stro­phen, zur Ent­wick­lung des Umwelt­zu­stan­des bei Durch­füh­rung bzw. Nicht­durch­füh­rung der Pla­nung, zu den in Betracht kom­men­den ander­wei­ti­gen Pla­nungs­mög­lich­kei­ten sowie zur Über­wa­chung der Umwelt­aus­wir­kun­gen, die auf­grund des Bau­leit­plans auf­tre­ten kön­nen (Moni­to­ring).

  1. b) Umwelt­re­le­van­te Stellungnahmen 
  • BUND für Umwelt und Natur­schutz Deutsch­land – Kreis­ver­band Vogels­berg (08.02.2020): Anre­gung zur Sum­ma­ti­ons­wir­kung mit angren­zen­den Wind­ener­gie­an­la­gen; Hin­weis auf die aktu­el­le Daten zur loka­len Avifau­na, ins­be­son­de­re in Bezug auf das Vor­kom­men pla­nungs­re­le­van­ter Tie­re (z.B. Raub­wür­ger, Wen­de­hals, Wald­schnep­fe, Neun­tö­ter) sowie zur Unter­su­chung des Flug­ver­hal­tens des Rot­mi­lans in Abhän­gig­keit bestimm­ter Bedin­gun­gen (z.B. Wet­ter, Landbedingungen).

  • Hes­si­sches Forst­amt Schot­ten (07.01.2020):
    Hin­wei­se zu forst­li­chen Ände­rungs­wün­schen bezüg­lich der Kenn­zeich­nun­gen zur Wald­dar­stel­lung (ins­be­son­de­re Nut­zungs­re­ge­lun­gen) im gesamt­räum­li­chen, kom­mu­na­len Flächennutzungsplan.

  • Kreis­ver­wal­tung Vogels­berg­kreis, Amt für Bau­en u. Umwelt, Was­ser- u. Boden­schutz (15.01.2020):
    Hin­wei­se zu Was­ser­schutz­ge­biets­ver­ord­nun­gen i.V.m. bau­li­chen Anla­gen; Hin­wei­se zur Erfor­der­lich­keit von was­ser­recht­li­chen Geneh­mi­gun­gen bei Erneue­rung, Sanie­rung, Erwei­te­rung o.ä. bei Gewäs­ser­que­run­gen und Kreu­zungs­bau­wer­ken (gem. Was­ser­haus­halts­ge­setz und Hes­si­schem Was­ser­ge­setz); Hin­wei­se zur Frei­hal­tung des gesetz­li­chen Gewäs­ser­rand­strei­fens; Hin­wei­se zur Nut­zung von Nie­der­schlags­was­ser gemäß Was­ser­haus­halts­ge­setz und Hes­si­schem Was­ser­ge­setz; Hin­wei­se zur Lage­rung was­ser­ge­fähr­den­der Stof­fe i.V.m. dem Boden­schutz­recht und mög­li­chen Auf­la­gen zum Gewässerschutz.

  • Kreis­ver­wal­tung Vogels­berg­kreis, Amt für Bau­en und Umwelt, Natur- u. Immis­si­ons­schutz (27.01.2020):
    Hin­wei­se zum Schutz von Quell­be­rei­chen, Natur­denk­ma­len und dem Geo­top „Dicke Steine“.

  • Lan­des­amt für Denk­mal­pfle­ge Mar­burg (08.01.2020):
    Hin­weis auf im Plan­um­feld vor­han­de­ne denk­mal­ge­schütz­te Gesamt­an­la­gen ohne land­schafts­prä­gen­de Wir­kung sowie Hin­wei­se zu Klein- und Flur­denk­ma­len und deren Anzei­ge­pflicht bei Grabungsfunden.

  • Vogels­berg­kreis, Amt für Wirt­schaft und den länd­li­chen Raum (23.01.2020):
    Hin­wei­se auf Aus­gleichs- oder Auf­fors­tungs­maß­nah­men auf land­wirt­schaft­lich genutz­ten Flä­chen in Form Wal­d­er­hal­tungs­ab­ga­ben, auf­grund der loka­len Agrarstruktur.

  • OVAG (Netz­ver­sor­gung) Fried­berg (30.01.2020):
    Hin­wei­se auf Frei­hal­tung von Fern­mel­de- und Strom­lei­tun­gen (Ver­sor­gungs­schutz­strei­fen).

  • Regie­rungs­prä­si­di­um Gie­ßen (06.02.2020):
    Fest­stel­lung, dass das Plan­ge­biet als Vor­rang­ge­biet (VRG) zur Nut­zung der Wind­ener­gie (Nr. 5136) gem. Teil­re­gio­nal­plan Ener­gie Mit­tel­hes­sen (TRPEM) 2016 fest­ge­legt ist und die Pla­nung zusam­men­fas­send an die Zie­le der Regio­nal­pla­nung ange­passt ist; Fest­stel­lung, dass der Pla­nungs­raum in kei­nem Was­ser­schutz­ge­biet und kei­nem Über­schwem­mungs­ge­biet liegt; Fest­stel­lung, dass sich im Plan­be­reich kei­ne Alt­las­ten­stand­or­te, Alt­ab­la­ge­run­gen, alt­las­ten­ver­däch­ti­ge Flä­chen, Alt­las­ten, Grund­was­ser­scha­dens­fäl­le und schäd­li­che Boden­ver­un­rei­ni­gun­gen befin­den; Hin­weis auf boden­kund­li­che Bau­be­glei­tung der geplan­ten Bau­maß­nah­men (gemäß Geneh­mi­gungs­pla­nung nach Bun­des­im­mis­si­ons­schutz­ge­setz) im Sin­ne des vor­sor­gen­den Boden­schut­zes; Fest­stel­lung, dass sich im Plan­be­reich kei­ne Abfall­ent­sor­gungs­ein­rich­tun­gen befin­den; Fest­stel­lung, dass der Plan­be­reich aus Sicht des Immis­si­ons­schut­zes umset­zungs­fä­hig ist; Fest­stel­lung, dass der Plan­be­reich im Berg­frei­en liegt; Hin­weis dar­auf, dass not­wen­dig wer­den­de Ersatz­auf­fors­tungs­flä­chen in Form einer Wal­d­er­hal­tungs­ab­ga­be kom­pen­siert wer­den soll­ten; Fest­stel­lung, dass Land­schafts­schutz­ge­bie­te und Natur­schutz­ge­bie­te nicht betrof­fen sind; Hin­wei­se auf Durch­füh­rungs­vor­ga­ben des förm­li­chen Bau­leit­plan­ver­fah­rens gem. Bau­GB-Novel­le 2017.
     
  • Stel­lung­nah­men der Öffent­lich­keit, Sons­ti­ger, Ver­bän­de:
    Natur­schutz­in­itia­ti­ve e.V. (NI), Quirn­bach-Wes­ter­wald (31.01.2020):
    Beden­ken bezüg­lich der Ver­fah­rens­durch­füh­rung; Beden­ken bezüg­lich der Errich­tung eines Netz­ein­spei­se-Umspann­wer­kes in der Was­ser­schutz­ge­biets­zo­ne III sowie der damit ver­bun­de­nen Ein­grif­fe in Natur und Land­schaft; Beden­ken gegen Belan­ge des Natur- und Arten­schut­zes (Vogel­schutz­ge­biet und im spe­zi­el­len die Schutz­gü­ter Raub­wür­ger und Rot­mi­lan sowie der Rhön-Quell­schne­cke); Beden­ken gegen die Gut­ach­ten des Geneh­mi­gungs­an­tra­ges nach Bun­des­im­mis­si­ons­schutz­ge­setz (z.B. Flug­raum­ana­ly­se Rot­mi­lan, Natur­denk­mal „Dicke Stei­ne“, § 30 BNatSchG – Bio­top „Erlen­bruch­wald“, Visua­li­sie­run­gen der Bau­vor­ha­ben); Beden­ken bezüg­lich der Visua­li­sie­rung (wel­che im Rah­men der Geneh­mi­gungs­pla­nung nach Bun­des­im­mis­si­ons­schutz­ge­setz erstellt wurde).

c) Wei­te­re umwelt­re­le­van­te Informationen:

Natu­ra 2000 – Ver­träg­lich­keits­prü­fung (Natu­ra2000-VP): Die Natu­ra 2000-Ver­träg­lich­keits­prü­fung umfasst die Über­prü­fung des Pro­jek­tes vor ihrer Zulas­sung auf die Ver­träg­lich­keit mit den Erhal­tungs­zie­len des Vogel­schutz­ge­bie­tes 5421–401 „Vogels­berg“ gemäß § 34 Abs. 1 BNatSchG i.V. m. § 16 HAGNatSchG.

Über die Natu­ra 2000 VP (TNL 2015) und das Inte­gra­ti­ve Gesamt­kon­zept (IGK) (RP GIESSEN 2015) liegt bereits eine umfang­rei­che Prü­fung für das gesam­te VSG sowie für die ein­zel­nen Vor­rang­ge­bie­te des aktu­el­len Teil­re­gio­nal­plan Ener­gie Mit­tel­hes­sen (gül­tig seit Dezem­ber 2017) vor. Aus die­sem Grund wird in die­ser Natu­ra 2000 VP dar­über hin­aus nur mehr geprüft, ob aus der kon­kre­ten Aus­ge­stal­tung des zu unter­su­chen­den Wind­parks Felda­tal-Eck­manns­hain wei­te­re Beein­träch­ti­gun­gen her­vor­ge­hen bzw. bei Berück­sich­ti­gung aller Vor­ga­ben mög­li­cher­wei­se auch eine Ver­rin­ge­rung der pro­gnos­ti­zier­ten Beein­träch­ti­gun­gen zu erwar­ten ist. Hier­bei wer­den u.a. das geplan­te Vor­ha­ben und Wirk­fak­to­ren, eine Pro­gno­se mög­li­cher Beein­träch­ti­gun­gen der Erhal­tungs­zie­le des Schutz­ge­bie­tes, Maß­nah­men zur Scha­dens­be­gren­zung, eine Erheb­lich­keits­be­wer­tung unter Maß­nah­men­be­rück­sich­ti­gung sowie die Kumu­la­ti­ons­wir­kun­gen mit ande­ren Plä­nen und Pro­jek­ten geprüft.

Arten­schutz­recht­li­cher Fach­bei­trag (AF): Der arten­schutz­recht­li­che Fach­bei­trag umfasst neben einem ein­lei­ten­den Kapi­tel zur Ver­an­las­sung und Auf­ga­ben­stel­lung, zu den recht­li­chen Grund­la­gen und der Metho­dik, die Ermitt­lung der Wirk­fak­to­ren und Fest­le­gung des Unter­su­chungs­rah­mens sowie eine Vor­auswahl poten­ti­ell betrof­fe­ner arten­schutz­recht­lich rele­van­ter Arten­grup­pen (Tier­grup­pen, Fle­der­mäu­se, wei­te­re Säu­ger (Hasel­maus, sons­ti­ge Säu­ger), Vögel, Her­petofau­na, Insek­ten), für die eine umfas­sen­de Prü­fung zu den Ver­bots­tat­be­stän­den und der Ver­mei­dung von Beein­träch­ti­gun­gen erfolg­te. Aus der Ana­ly­se sind als arten­schutz­recht­lich rele­van­te Tier­grup­pen Vögel, Hasel­maus und Fle­der­mäu­se her­vor­ge­gan­gen, für die Ver­mei­dungs- und Kom­pen­sa­ti­ons­maß­nah­men for­mu­liert wer­den, damit das Ein­tre­ten von Ver­bots­tat­be­stän­den nach § 44 BNatSchG ver­mie­den wird.

Land­schafts­pfle­ge­ri­scher Begleit­plan für die Wind­ener­gie­an­la­gen (LBP WEA): Der LBP WEA umfasst die Berück­sich­ti­gung der Ein­griffs­re­ge­lung (§§ 13 – 19 BNatSchG) und auch den Antrag auf eine Aus­nah­me von Ver­bo­ten nach § 30 Abs. 3 BNatSchG. Hier­zu wur­de u.a. eine Raum- und Kon­flikt­ana­ly­se, die die gesetz­li­chen Ziel­vor­ga­ben, pla­nungs­recht­li­che Situa­ti­on und Schutz­ge­bie­te, die Flä­chen­nut­zung und die ein­zel­nen Schutz­gü­ter berück­sich­tigt, durch­ge­führt. Es wur­den wei­ter­hin eine Alter­na­ti­ven­prü­fung, eine Maß­nah­men­pla­nung sowie eine Ein­griffs- /Ausgleichsbilanzierung durch­ge­führt.
Bei der Zusam­men­stel­lung der Unter­la­gen und der Aus­wahl der Flä­chen waren die zustän­di­gen Fach­be­hör­den (Obe­re Natur­schutz­be­hör­de, Obe­re Forst­be­hör­de, Obe­re Was­ser- und Boden­schutz­be­hör­de) sowie Hes­sen Forst mit ein­ge­bun­den. Zur Vor­be­rei­tung und Opti­mie­rung der Pla­nung fan­den zahl­rei­che Ter­mi­ne und Orts­be­sich­ti­gun­gen statt.

UVP-Bericht: Der UVP-Bericht umfasst die Ermitt­lung, Beschrei­bung und zusam­men­fas­sen­de Bewer­tung der unmit­tel­ba­ren und mit­tel­ba­ren Aus­wir­kun­gen der auf die Schutz­gü­ter des Geset­zes über die Umwelt­ver­träg­lich­keits­prü­fung (UVPG) im Zuge der Errich­tung von drei Wind­ener­gie­an­la­gen (WEA) als Wind­park „Felda­tal-Eck­manns­hain“, die zusam­men mit den zwei WEA des Wind­parks Ulrich­stein „Kopf und Köp­pel“ zukünf­tig die Wind­farm „Ulrich­stein – Felda­tal“ bil­den werden.

Forst­recht­li­cher Rodungs­an­trag für die Wind­ener­gie­an­la­gen: Im forst­recht­li­chen Antrag wer­den die im Rah­men der Vor­un­ter­su­chun­gen ermit­tel­ten und opti­mier­ten 3 WEA-Stand­or­te bzgl. ihrer Flä­chenin­an­spruch­nah­men und sons­ti­ger Aus­wir­kun­gen detail­liert beschrie­ben. Es wur­de eine Flä­chen­su­che für Ersatz­auf­fors­tun­gen durch­ge­führt, Flä­chen für die Wald­neu­an­la­ge und Wie­der­auf­fors­tung mit­tels Wald­flä­chen­bi­lanz ermit­telt. Bei allen durch das Vor­ha­ben in Anspruch genom­me­nen Flä­chen sind die Kri­te­ri­en des Hes­si­schen Wald­ge­set­zes für die Ermitt­lung der Wald­ei­gen­schaft zu Grun­de gelegt.
Die Eigen­tü­mer­rech­te des Lan­des Hes­sen und die Begrün­dung neu­er Eigen­tü­mer­pflich­ten für den Lan­des­forst­be­trieb (u. a. Neu­ge­stal­tung von Wald­in­nen­rän­dern, Maß­nah­men des Forst­schut­zes) sind durch die Bau­vor­ha­ben eben­falls betrof­fen bzw. ent­ste­hen neu (Ver­kehrs­si­che­rung). Die detail­lier­ten Aus­gleichs­pla­nun­gen etc. sind im Land­schafts­pfle­ge­ri­schen Begleit­plan dar­ge­stellt und wer­den ana­log im vor­lie­gen­den Antrag zusam­men­ge­fasst. Die Arten­schutz­be­trach­tun­gen und die wei­te­ren lan­des­pla­ne­ri­schen Betrach­tun­gen, ins­be­son­de­re bzgl. des Land­schafts­bil­des erfol­gen im Rah­men geson­der­ter Gut­ach­ten und wer­den ledig­lich in ihren Aus­wir­kun­gen kurz zusammengefasst.

Gut­ach­ter­li­che Stel­lung­nah­me zur Schallim­mis­si­ons­pro­gno­se: Im Rah­men der Errich­tung von drei Wind­ener­gie­an­la­gen (WEA) vom Typ Ves­tas V150, 42MW (WEA 01 bis 03) mit 166 m Naben­hö­he (NH) und 150 m Rotor­durch­mes­ser (D) am Stand­ort Felda­tal (Hes­sen) wur­de unter Berück­sich­ti­gung von Bestands­an­la­gen (Vor­be­las­tung) eine Schallim­mis­si­ons­pro­gno­se durch­ge­führt. Die Ermitt­lung und Berech­nun­gen der Immis­si­ons­pro­gno­se wur­den ent­spre­chend der Tech­ni­schen Anlei­tung zum Schutz gegen Lärm – TA Lärm /17, nach DIN 180 9813–2 14/ vor­ge­nom­men. Ent­spre­chend der TA Lärm, Anhang A 2.3 111 ist eine detail­lier­te Schall­aus­brei­tungs­rech­nung nach DIN ISO 9613–2 14/ durch­ge­führt worden.

Gut­ach­ter­li­che Stel­lung­nah­me zur Schat­ten­wurf­pro­gno­se: Im Rah­men der Errich­tung von drei Wind­ener­gie­an­la­gen (WEA) vom Typ Ves­tas V150, 42MW (WEA 01 bis 03) mit 166 m Naben­hö­he (NH) und 150 m Rotor­durch­mes­ser (D) am Stand­ort Felda­tal (Hes­sen)  wur­de unter Berück­sich­ti­gung von Bestands­an­la­gen (Vor­be­las­tung) eine Schat­ten­wurf­pro­gno­se durch­ge­führt.       
Für die Pro­gno­se wur­den die astro­no­misch mög­li­chen Beschat­tungs­dau­ern für rel. Immis­si­ons­punk­te (IP) und deren Bewer­tung nach Maß­ga­ben des Län­der­aus­schus­ses für Immis­si­ons­schutz ermit­telt und bewertet.

Archäo­lo­gi­sches Gut­ach­ten zur Doku­men­ta­ti­on von Boden- und Gelän­de­denk­mä­lern: Der denk­mal­pfle­ge­ri­sche Fach­bei­trag trifft eine sach­ge­rech­te denk­mal­pfle­ge­ri­sche Beur­tei­lung der Boden- und Gelän­de­denk­mä­ler u.a. mit­tels archäo­lo­gi­scher Pro­spek­ti­on und Bege­hun­gen in den rele­van­ten Berei­chen der Wind­park­pla­nung „Felda­tal-Eck­manns­hain“.

Soweit auf tech­ni­sche Regel­wer­ke, wie VDI Richt­li­ni­en, DIN-Vor­schrif­ten sowie Richt­li­ni­en ande­rer Art, Bezug genom­men wird, so lie­gen die­se eben­falls wäh­ren des v.g. Zeit­raums zu jeder­manns Ein­sicht aus.

Gel­tungs­be­reich / räum­li­che Abgren­zung des Planbereiches:

Die sach­li­che Teil­fort­schrei­bung des Flä­chen­nut­zungs­pla­nes zur Wind­ener­gie­steue­rung „Eck­manns­hain“ umfasst eine Flä­che von rd. 26 ha. Fol­gen­de räum­li­che Flä­chen­ab­gren­zung umfasst der Plan­be­reich „Eck­manns­hain“ (Abb. genor­det, ohne Maßstab):

36325 Felda­tal, den 05.02.2021

Der Gemein­de­vor­stand

gez. Leo­pold Bach, Bürgermeister