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Aus Felda wird Groß-Felda
Der Ort, der früher Felda hieß, wurde zwischen dem 25. August 1856 und dem 06. September 1857 in Groß-Felda umbenannt. Warum, ist urkundlich nicht mehr nachvollziehbar. Nach der mündlichen Überlieferung soll es sich so zugetragen haben:

Der in der damaligen Zeit regierende Großherzog bereiste sein Oberhessen. Dabei besuchte er auch das Felda. Die Gemeinde hatte sich besonders großen Aufwand geleistet, um die Ortschaft in einen sauberen und gepflegten Zustand zu setzen. So waren alle Straßen und Plätze gereinigt und anschliessend geschmückt worden. An den Dorfausgängen sollen Girlandenbögen mit der Aufschrift "Ein herzliches Willkommen unserem gnädigsten Landesherren" angebracht worden sein.

Der Großherzog, beeindruckt von der Mühe, Sauberkeit, Ordnung und Huldigung des Ortes soll gerufen haben: "Dieser Ort darf nicht nur Felda, er muss Groß-Felda heißen"
 
 
„Uijuijuijuijui ..."
Bei seinem Rundgang kommt der Nachtwächter, welcher die halbe Stunde ausruft, in der Mitte des Dorfes an ein Gehöft. Hier sitzt gerade der Besitzer an seiner Dungstätte und verrichtet ein menschliches Bedürfnis. In seinem langen weißen Nachthemd sieht dieser recht gespenstisch aus. Dem Nachtwächter der gerade: „Halber ..." ruft, bleibt der Rest im Munde stecken und statt der Uhrzeit kommt nur noch ein: „Uijuijuijuijui ..." heraus. Dann ergreift er fluchtartig das Weite.
 
 
Ratschläge für eine Reise in den Vogelsberg
Was „die gute alte Zeit" dem übernachtenden Reisenden zu bieten hatte, kann man aus einem Taschenbuch für Reisende aus dem Jahre 1797 erfahren. Darin ist unter anderem zu lesen:

Man vermeide Zimmer, die auf den Hof des Gasthauses hinausgehen, wo man vielleicht einen Misthaufen mit einem dabei stehenden Kotsee unter dem Fenster hat, so auch Zimmer, welche nahe an den Abtritten liegen.
 
© 2013 Gemeinde Feldatal - Gemeinde des Vogelsbergkreises