Am Lohberg befindet sich in Groß-Felda heute noch eine kleine Felshöhle, die vormals viel größer gewesen sein soll. Von hier aus soll ein unterirdischer Gang bis nach Klein-Felda in die Erlen gegangen sein. Einmal wird berichtet, dass auf beiden Seiten des Berges ein Kloster gewesen sei und dieser Gang eine unterirdische Verbindung dargestellt habe. Eine andere Version berichtet von zwei ehemaligen Schlössern, die durch diesen Gang eine Verbindung hatten. Im Volksmund heißt die Felshöhle heute noch Wealfraaloch (Wildfrauloch).
Der Fraustein liegt unterhalb des Bilsteinkopfs bei Windhausen und war früher größer denn jetzt, da er aus einer einzigen ungeheuren und zusammenhängenden Felsplatte bestand. jedesmal, wenn's im Orte Mittag läutet, dreht er sich um sich selber herum. Auf dem Wege nebenan läßt sich eine weiße Frau sehen, die wohnt im „Kindchesborn" und erschreckt die Kinder, wenn sie mit ihren Schweinen daherkommen. Auch sieht man manchmal daselbst einen gespenstigen Hund umherstreichen, der ist wild und erschrecklich und hat feurige Augen, so groß wie ein Teller.
Es ist eine alte Geschichte: "Ungestraft lässt sich der Teufel nicht rufen; wer ihn aber ruft, der muss ihm auch Arbeit verschaffen."
In Kestrich war ein Mann, der unternahm es, die Schätze zu heben, welche der Sage nach in dem Steinrück bei Windhausen verborgen liegen, und wollte zu dem Ende die drei Alten heraufbeschwören, welche in dem Berggewölbe daselbst am steinernen Tisch sitzen soll. Er machte dazu alle nötigen Vorbereitungen zu Hause, zog mit Kreide doppelte Ringe auf den Stubenboden, und nachdem er Frau und Kind zu Bett gebracht hatte und ihnen die äußerste Ruhe anbefohlen hatte, ergriff er "die Schwarze Rabe", welche das gemeine Gebetbuch aller Hexenmeister ist, setzte sich in einer der Kreise und begann zu lesen.
Ein armer Weber aus Heimertshausen war in Schellnhausen gewesen, hatte dort eine Last Garn geholt und ging nun heimwärts durch den Wald, der zwischen beiden Orten liegt. Eine halbe Stunde vor seiner Heimath befindet sich ein freier Wiesplatz mitten im Walde, das sind „die Hommelswiesen", und hier sollte es, nach der allgemeinen Beschreibung, nie ganz richtig sein. Darum freute sich der Weber auch recht, als ihm ein Mensch nachrief: „Heda, Landsmann, wo hinaus geht der Weg nach Heimertshausen?" Denn nun hatte er doch Gesellschaft. Er wendete sich um und sagte: „Ich bin von daher, geht mit mir!" und so gingen die zwei mitsammen weiter.
Im Pfarrwald soll der Sage nach ein alter Keller liegen, von welchem aus ein unterirdischer Gang bis zur Burg Ulrichstein führen soll. Die Ritter benutzten ihn bei einer Belagerung, um die Feinde umzingeln und von hinten angreifen zu können.
Kirchhofsgang
Dieser soll unterhalb des alten Wasserbasins gelegen haben. Die Helpershainer und Köddinger hätten hier ihre an der Pest Verstorbenen begraben.
Schon länger denn hundert Jahre ist es her, dass in Windhausen ein Mann lebte, der von da nicht gebürtig war, sondern sich ins Dorf verheiratet hatte. Also wusste er auch von all den wundersamen Mären kein Wort, welche die dortigen Leute beim Besuch und in der Spinnstube aus alter Zeit zu erzählen pflegten. Noch weniger wusste er von dem Steinrück oder Steinküppel, einem benachbarten Berge, etwas, obschon von demselben allgemein der Glaube verbreitet war, dort oben habe früher ein Raubschloss gestanden oder sonst eine Wohnung, mit Gewissheit konnte es niemand behaupten. Denn der Matz lag wüst, Gestrüpp wuchs darauf und große behauene Steine sah man ringsum zerstreut, und wer bauen wollte drunten im Dorf, oder sonst wo, holte allda seinen Bedarf und brauchte niemand darüber um Erlaubnis zu fragen.