Vor etwa 20 bis 15 Millionen Jahren ist der Vogelsberg mit einem Durchmesser von rund 60 Kilometern als Schildvulkan entstanden. Es gab keinen zentralen Krater, vielmehr wurde die Lava aus vielen langen Spalten an die Oberfläche gepresst und ergoss sich in einer Stärke von mehreren hundert Metern über den bestehenden Buntsandstein. Innerhalb dieses Basaltblocks sind Schichten aus Tuff und Ton zwischengelagert. Zudem brachen kleinere Schlote durch und setzten die für die Landschaft typischen Kuppen auf.
Erosionen, vorwiegend Wasser, haben in den folgenden Zeiten dem Vogelsberg allmählich sein heutiges Aussehen gegeben, einzelne Basaltschichten abgehobelt, dadurch Plateaus und wanneförmige Mulden geschaffen, tiefe Täler eingeschnitten und dort klein gemahlenen Schutt abgelagert. Harte Gesteine blieben davon verschont; sie trennen die Täler und ragen an vielen Stellen als skurrile Gebilde aus dem Boden. Letztere sind oft als Naturdenkmale ausgewiesen.